werkstattverfahren dresden hepkestraße
auf einer brachfläche an der hepkestrasse im stadtteil gruna soll ein neues wohnquartier entstehen. die fläche ist von sehr heterogener bebauung umgeben, so dass kaum anknüpfungspunkte an die nachbarschaft bestehen. mit dem entwurfsmotiv von drei in die fläche eingeordneten höfen, die sich an den vorhandenen raumkanten orientieren und zugleich untereinander einen räumlichen bezug aufbauen, wird eine klare differenzierung in innen und aussen getroffen. dabei verstehen wir das aussen als 'wilde', grüne fläche, die die höfe umgibt. hier wachsen bäume und sträucher, stehen wiesenblumen und zwitschern die vögel. irgendwo windet sich ein trampelpfad. das innen hingegen ist als 'harte' fläche der ort für kommunikation, aufenthalt, bewegung und begegnung. pflaster und holzdecks werden von felsenbirnen beschirmt, kleine rasenflächen laden zum sitzen ein. die einzelnen gebäude werden alle von den jeweiligen hofflächen aus erschlossen.
auch die gebäude selbst sind mit zwei seiten konzipiert: nach außen drückt eine lochfassade mit großen, tief eingeschnittenen, farbig gefassten freisitzen die individuelle zurückgezogenheit und erholung aus, während zum hofinneren offene, transparente fassaden mit großflächigen balkonen der nachbarschaft zugewandt sind. für eine gute einbindung des neuen quartieres in das stadtgefüge halten wir das etablieren starker blickbeziehungen für wichtig. somit kann die räumliche abgetrenntheit der fläche überwunden und das gebiet in dresden verortet werden. als besonders starken bezug sehen wir dabei den blick nach norden und nordosten hin zum fernsehturm und zu den elbhängen. daher ist ein wesentliches entwurfselement die höhenentwicklung des quartieres, um so angenehme, kleinräumige situationen zu schaffen.

bearbeitungszeitraum: 2011
auftraggeber: landeshauptstadt dresden
gebietsgröße: ca. 2,5 ha
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